Historie

Der See:

Bereits 1876 gab es Pläne, die alljährlich überfluteten Maschwiesen zu kanalisieren und einen See anzulegen.

Im Jahre 1904 wurde ein Maschseeverein gegründet, um die städtebaulichen Interessen der Anlieger in die Tat umzusetzen.

Trotz aller Bemühungen gelang es nicht, in all den Jahrzehnten genügend Barmittel für die Realisierung des Projektes zusammenzutragen.

Erst im Rahmen der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in den 30er Jahren konnte der mittlerweile fast 60 Jahre alte Plan verwirklicht werden.

Am 21. März 1934 wurde der Bau des Maschsees mit dem ersten Spatenstich begonnen.

 

Blick auf den im Bau befindlichen Maschsee im November 1934 vom Standpunkt des Maschseebades.

 

Am 21. Mai 1936 wird der Maschsee im Rahmen einer großen Feier offiziell  eingeweiht.

                                                 

Die Größe des Sees:

Länge 2400 m

Breite 180 - 530 m

Eine Runde mißt ca. 6000 m

 

Das Bad:

  

Im September 1935 wurde mit den Bauten des Maschseebades begonnen, bereits am 26. November 1935 war Richtfest und im Mai 1936, pünktlich zur Einweihung des Sees, sind sie fertig.

In vier Massenumkleideräumen mit 120 Wechselzellen und 500 Einzelzellen können die Kleider von etwa 6 000 Besuchern gleichzeitig untergebracht werden, damit ist die "Volksbadeanstalt" für 10- bis 12 000 Besucher pro Tag ausgelegt.

Fahrradständer sind für 3 000 Fahrräder vorhanden, auch ein "Kraftwagenparkplatz" wurde angelegt.

Der Badestrand hat bei einer Länge von 320 Metern eine Größe von 33 000 Quadratmetern und ist durch eine Spülrinne mit stark fließendem Wasser von der Liegewiese getrennt.

Bereits im ersten Sommer 1936 kommen an schönen Tagen mehr als 17 000 Besucher ins Strandbad, in der gesamten Saison werden 291 791 Besucher gezählt. Daher wird die Zahl der Umkleidehallen von vier auf acht verdoppelt.

Im Jahr 1937 besuchen 417 916 Besucher das Maschseebad, 1939 sind es 488 680 Menschen.

Trotz des Bombenkrieges über Hannover blieb das Bad bis September 1944 geöffnet. Bei jedem Fliegeralarm flüchteten die Badegäste und kehrten nach der Entwarnung zurück. Von 1936 bis 1944 besuchten insgesamt 2 566 000 Menschen das Strandbad.

Nach Kriegsende 1945 wurde das Maschseebad von britischen Besatzungstruppen requiriert, in den Gebäuden werden Offiziersmessen und Mannschsftskantinen eingerichtet. Das Betreten des Strandbades ist für Deutsche streng verboten!

Ab Sommer 1946 durfte die hannoversche Bevölkerung durch einen Seiteneingang das Bad wieder betreten und wenigstens den hinteren Teil der Wiese wieder zum Sonnen und Baden benutzen.

Im November 1947 haben die Briten das Maschseebad geräumt, im Juni 1948 wurde es offiziell wieder für den Badebetrieb freigegeben.

Das Bad wurde ab dem Zeitpunkt wieder von der Landeshauptstadt Hannover betrieben, aber Ende der 70er Jahre standen die Einnahmen aus Eintrittsgeldern in keinem Verhältnis mehr zu den hohen Kosten, die der Betrieb des Strandbades verursachte. Daher zog sich die Stadt zurück und betraute ab 1979 die DLRG mit dem Betrieb des Bades. Der Eintritt war seitdem frei, die DLRG erhielt von der Stadt einen Zuschuß zur Unterhaltung des Badebetriebes.

Nach einer Ausschreibung in Verbindung mit einem Ideenwettbewerb zu einem Wellness-Konzept im Jahre 2003 hat die Stadt Hannover Anfang 2004 das Erbpachtrecht bis 2065 vergeben. Diverse Jahre voller Irrungen und Wirrungen bezüglich der Investoren zogen ins Land, aber jetzt scheinen alle Hürden beseitigt zu sein. Seit Anfang des Jahres hat die Berliner Aspria Group mit den Umbauarbeiten begonnen. Aktuelle Fotos siehe unter " Der Umbau ".

 

Maschsee- Festschrift zur Eröffnung.

Medaille zur Einweihung des Maschsees.